hinter  -land

Brandenburg neu wahrnehmen.
Land ist Zukunftsraum.

Was liegt eigentlich zwischen romantischer Idylle und Schrumpfungsszenarien? hinter–land gibt mit einem interaktiven Audioführer für ländliche Gemeinden Menschen eine Stimme, die sich für Offenheit, Vielfalt und Nachhaltigkeit einsetzen und in zukunftsorientierten Initiativen aktiv werden. – Weil Brandenburg mehr ist als Hinterland.
Das Projekt entsteht im Rahmen meiner Masterarbeit im Ökosozialen Design. Diese findet Mitte November ihren offiziellen Abschluss. Aber hinter–land geht weiter! Auch danach werde ich den Audioguide weiterentwickeln und an der Realisierung arbeiten. Ich freue mich über jegliche Fragen, Anregungen und Kritik!

Eine Audio-Anwendung für Zukunfts-Entdeckungs-Touren.

hinter–land ist ein Audioguide für Orte im ländlichen Raum. Statt aber Orte zu präsentieren, die durch ihre bewegte Vergangenheit bedeutungsvoll und sehenswert geworden sind, werden persönliche und zukunftsorientierte Geschichten erzählt. Was sind oder waren die Visionen und Ideen der Menschen vor Ort? Welche Initiativen haben sie angestoßen? Was funktioniert gut, was nicht und warum? Ländlicher Raum hat Zukunft, wenn sich Menschen dafür einsetzen und ihr Engagement wahrgenommen und wertgeschätzt wird.

Initiativen und engagierte Menschen erzählen von ihren Ideen und Visionen.

Hier kommen Alteingesessene und Zugezogene ländlicher Gemeinden zu Wort. Sie erzählen von ihren Ansätzen, Ideen und Initiativen, ihr Lebensumfeld aktiv zukunftsfähig zu gestalten. Die Beiträge sind in erster Linie für den Audioguide erstellt, der die Geschichten lokal greifbar macht. An dieser Stelle können sie losgelöst vom Ort angehört werden, um auch andernorts den Blick dafür zu öffnen, dass Land mehr ist als Idylle und Ruhe oder Frustration und Schrumpfung.

Aus Vorhandenem schöpfen, Wissen nutzen und aktiv werden.

Das Projekt baut unter anderem auf der theoretischen Auseinandersetzung mit Stadt-Land-Beziehungen und der Zukunft des ländlichen Raumes auf. Dabei ist eine recht umfangreiche Sammlung interessanter und relevanter Texte zusammengekommen. hinter–land ist auch der Versuch, auf die Erkenntnisse und Forschungsergebnisse der Autoren mit einem praktischen Ansatz zu reagieren. Ein Teil der Texte wird hier anhand von Zitaten und Zusammenfassungen vorgestellt, um Theorie und Praxis stärker zu verknüpfen und die Debatte anzukurbeln. Lasst euch inspirieren, lest weiter und werdet aktiv.
Projekt

Eine Audio-Anwendung für Zukunfts-Entdeckungs-Touren.

Was?
Bei einem interaktiven Spaziergang können ländliche Gemeinden (neu) entdeckt werden. In Form von Audiobeiträgen berichten Alteingesessene und Zugezogene von ihren Ideen, Projekten und Initiativen zur Zukunftsfähigkeit des Ortes. Es gibt verschiedene Varianten, die Tour zu gehen, das ermöglicht es Besuchern und Anwohnern sowie Jung und Alt gleichermaßen, das „hinter–land“ hörend zu erforschen. Über das Zuhören hinaus können auch eigene Ideen und Kommentare hinzugefügt werden. Der Audioguide entsteht in einem gemeinschaftlichen Prozess. In einem ersten Treffen mit eingeladenen Gästen werden spannende Orte und Personen gesammelt. In den folgenden Tagen werden Gespräche geführt und Geschichten aufgenommen und die Audio-Tour aufgebaut. Nach einigen Tagen kann die Tour im Rahmen einer öffentlichen Präsentation ausprobiert werden und es wird diskutiert, wie und welcher Form sie zukünftig zugänglich gemacht und gepflegt wird. Für die Zukunft ist geplant, den Audioguide so auszubauen, dass auch nach dieser Startphase Orte, Personen und Geschichten vorgeschlagen werden können, so dass die Tour stetig wächst und vielfältiger wird. Der Audioguide soll idealerweise vor Ort als App zum Download auf dem Smartphone verfügbar sein, aber auch zur Ausleihe z.B. in der Touristeninformation oder beim Bäcker bereit stehen.
Wieso?
Im Rahmen meiner Masterarbeit im Ökosozialen Design habe ich die Möglichkeit, ein frei gewähltes Thema zu bearbeiten und ein praktisches Projekt umzusetzen. Im vorhergehenden Recherchesemester setzte ich mich mit Stadt-Land-Beziehungen auseinander – insbesondere mit der inneren und äußeren Wahrnehmung des ländlichen Raums in Brandenburgs. Der ausschlaggebende Punkt dabei war, dass ich immer häufiger auf scheinbar widersprüchliche Berichte zum ländlichen Raum gestoßen bin. Einerseits wird von Zurückgelassenheit, von Schrumpfung und fehlender Wertschätzung gesprochen, andererseits boomen idealisierte Darstellungen in Zeitschriften wie der Landlust und nicht wenige meiner Freunde und Bekannten erzählen von ihrem Traum, der Stadt zu entfliehen und sich auf dem Land ein ruhigeres Leben aufzubauen. Stadt und Land werden aktuell in den Medien viel diskutiert, das Thema scheint eine der großen Herausforderungen zu sein, gerade auch, weil es so viele weitere Problematiken mit einschließt – zum Beispiel soziale Abgehängtheit, politischen Populismus, Wandel in der Mobilität, Beziehung zur Natur, landwirtschaftliche Praktiken und ganz allgemein die Frage „Wie und wo wollen wir in Zukunft leben?“.
Warum?
Das Land braucht ein neues „Image“, eine neue Selbst- und Außenwahrnehmung. Es muss als lebenswerter Raum nachhaltig entwickelt werden, um ein selbstbewusstes Gegengewicht zum urbanen Raum zu bilden. Mit meinem Projekt möchte ich einen Vorschlag für eine neue rurale Identität machen, die zukunftsorientiert ist und sich statt auf „Landlust“ und Schrumpfungsszenarien auf die vielfältigen Möglichkeiten beruft, die darauf warten, gesehen und genutzt zu werden. Es soll deutlich werden, dass es auf die aktuellen Fragen und Problematiken zwar keine einfachen Antworten gibt, aber dass sie durch die aktive Umsetzung von Werten wie Offenheit, Vielfalt, Nachhaltigkeit ihren Schrecken und ihre Schwere verlieren können. Es ist nicht auswegslos, im Gegenteil, es ist alles schon da. In unzähligen kleinen Initiativen, Projekten und Betrieben wird mal merh und mal weniger visionär an der Zukunft des ländlichen Raumes gebastelt. Es geht nicht darum, in dem Projekt etwas revolutionär Neues, Lautes, Außergewöhnliches zu schaffen, sondern vielmehr mit dem zu arbeiten, was da ist. Den aktiven Menschen vor Ort soll eine Plattform geboten werden, ihnen soll eine Stimme verliehen werden und es soll zugehört und Wertschätzung vermittelt werden. In dem Audioguide werden Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von Alteingesessenen und Neuankömmlingen in Beziehung gesetzt und so neue Vernetzungen geschaffen. Sowohl Anwohner als auch Besucher bekommen so ein Bild des Ortes, das nicht nur das vermittelt, was nicht (mehr) da ist, sondern auf bewahrenswertes Vorhandenes setzt und zukunftsorientiert ist.
Wo?
In verschiedenen Orten Brandenburgs. Komme aus dem nördlichen Berlin, ein großer Teil meiner Verwandschaft lebt in Brandenburg, damit fühle ich mich dieser Region verbunden und kann sie nach einigen Jahren außerhalb mit Distanz betrachten. Verschiedene Orte in Brandenburg in Erwägung gezogen. Der erste Test zur Umsetzung des Audioguides findet in Fürstenberg/Havel, ganz im Norden Brandenburgs statt. Die Kleinstadt mit rund 6000 Einwohnern liegt malerisch inmitten von Seen, Feldern und Wäldern und blickt auf eine wechselhafte Geschichte zurück. Heute wird versucht, die touristischen Attraktivität von Anfang des 20. Jahrhunderts zurückzuerlangen. Hier finde ich gute Grundbedingungen für einen ersten Versuch vor. Seine volle Wirksamkeit entfaltet das Projekt aber erst, wenn viele Gemeinden die Chance wahrnehmen, öffentlich und gemeinschaftlich über die Zukunftsvisionen der Menschen vor Ort zu sprechen. Im Rahmen der Studienarbeit werde ich das Konzept deshalb anhand zweier weiterer Orte prüfen: Bad Belzig – Kleinstadt zwischen Berlin und Leipzig, die im April 2018 von der Medienanstalt Berlin-Brandenburg zum „Smart Village“ gekürt – und Brodowin – „Ökodorf“ im Nordosten Brandenburgs mit aktivem Gemeinschaftswesen, das den größten Demeter-Betrieb Deutschlands beherbergt.
Was?
Das Projekt wird im Rahmen einer Abschlussarbeit im Master Ökosoziales Design an der Freien Universität Bozen (Südtirol/Italien) konzipiert und umgesetzt. Konzeptuell betreut wird es durch die Lehrenden Günther Innerebner (Helios, Bozen) und Jennifer Schubert (Design Research Lab, Berlin). Die Universität Bozen bietet mir Raum und Ressourcen. Für die Umsetzung der App nutze ich die Game Engine „toto“. Die Nebelflucht GmbH stellt mir diese Plattform für dieses studentische Projekt kostenfrei zu Verfügung und berät mich zudem bei der Ausführung. Während der Recherche habe ich zu dem frisch gegründeten Verein „Neuland 21“ Kontakt aufgenommen. Inzwischen bin ich offizielles Mitglied, werde durch Neuland 21 bei den Workshops vor Ort unterstützt und werde das Audioguide-Projekt voraussichtlich im Rahmen der Vereinsarbeit auch nach Abschluss des Masters weiterführen. In meinem ersten „Testort“ Fürstenberg (Havel) werde ich von Daniel Domscheit-Berg vom Verstehbahnhof und Iris Wessolowski aus der Gemeindeverwaltung beraten und gefördert. Auch in den weiteren Testorten konnte ich erste Kontakte knüpfen – in Bad Belzig beim Coconat Workation Retreat und in Brodowin beim Demeter-Betrieb Ökodorf Brodowin. Darüber hinaus gab es im Laufe der letzten Monate Gespräche mit diversen Experten und Projektinitiatoren, aber auch Bekannten und Freunden, in denen die Thematik und mögliche Lösungsansätze diskutiert wurden. Ich danke jedem/r Einzelnen für das dem Projekt entgegengebrachte Interesse, für eure Zeit, Offenheit, Diskussionsfreude und Unterstützung!
Wer?
Ich, Laura Heym, habe das Projekt hinter–land konzipiert und initiiert und arbeite derzeit mit einer Vielzahl von Kooperationspartnern an der Umsetzung. Nach meinem Bachelorabschluss im Industriedesign an der Burg Giebichenstein in Halle (Saale) im Jahr 2016 und einem Praktikum bei einer Designagentur in München im Bereich „Strategy und Research“, studiere ich in Bozen im noch recht jungen Master Ökosoziales Design. In meiner praktischen Arbeit lag der Fokus meist auf sozialen und auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Projekten. Nachdem ich mich in meinem Master zunächst mit den Bergbauern in Südtirol auseinandergesetzt habe und eine kleine Ausstellungsinstallation zur Zukunft des Bergbauerntums umgesetzt habe, orientiere ich mich nun zurück zu meiner Herkunftsregion Berlin/Brandenburg. Hier möchte ich herausfinden, wie ich die Gesellschaft als Gestalterin positiv beeinflussen kann, und meine Kenntnisse und Fähigkeiten sinnstiftend für ökologisch und sozial nachhaltige Entwicklungen einsetzen.
Geschichten

Initiativen und engagierte Menschen erzählen von ihren Ideen und Visionen.

Von 5.9. bis 15.9. waren wir in Fürstenberg (Havel) unterwegs, haben Geschichten gesammelt und einen ersten Audioguide erstellt.

Die Bilder zeigen die Eindrücke dieser Tage.

Orte und Menschen Im Audioguide für Fürstenberg sind bisher neun Stationen enthalten. Die Auioaufnahmen können hier angehört werden.
Inspirationen

Aus Vorhandenem schöpfen, Wissen nutzen und aktiv werden.

Dieser Abschnitt befindet sich noch im Aufbau und wird fortlaufend erweitert. Wir bitten deshalb darum, eventuelle Fehler zunächst zu entschuldigen.
Die dritte Stadt Kapitel: Aufhebung von Stadt und Land Dieter Hofmann-Axthelm 1993

Was die strukturell industrialisierte Stadt ausmacht – und sie sowohl begrifflich wie für die Sinne so schwer faßbar sein lässt –, ist der Widerspruch zwischen der ortsgebundenen Räumlichkeit und den Abstraktionen, die sie füllen. Entsprechendes gilt vom Land, von dem korrespondierend nicht geredet und nicht geschwiegen werden kann. Konzeptionell sind Stadt und Land übereinanderliegende Schichten unterschiedlicher Reichweite, aber das löscht nicht das physische Nebeneinander aus.

Hoffmann-Axthelm verfolgt die historische Entwicklung der vermeintlichen Aufhebung des Kontrastpaares Stadt und Land, und belegt, dass sie schon oft vorhergesagt wurde und letztlich nie in diesem Ausmaß stattgefundn hat. In den 60er Jahren gab es eine Abwanderung der Industrie in ländliche Räume, weil in den Städten Raum und Arbeitskraft knapp wurden. Das Land wurde mit dem Boom des Eigenheimbaus zur „Kolonie städtischen Wohnungsbaus“. Es fand eine Sanierung der Landschaft statt, die an neue Standards der Landwirtschaft, der Infrastrukturen und des gesellschaftlichen Lebens angepasst und ummodelliert wurde. Stadt und Land sind ab da nicht mehr Ausdruck gesellschaftlicher Produktion, bleiben aber als kulturelle Gebrauchswerte erhalten. Ende der 70er Jahren wird die Aufhebung der Trennung von Stadt und Land erneut prophezeit, weil die mikroelektronische Industrialisierungswelle ortsunabhängiges Arbeiten verspricht. Aber nur zum Teil wurden Produktions- und Verwaltungsarbeiten auf das Land verlegt, die bemerkenswerteste Folge ist, dass sich zeigt, dass ortsunabhängige Arbeit vor allem auch kompatibel ist mit traditionellen Städten und Dörfern und unzersiedelter Landschaft. Stadt und Land bestehen gleichermaßen aus „ortsgebundene Räumlichkeiten und Abstraktionen, die sie füllen“. Insbesondere für da Land gilt, dass es nicht homogen ist, sondern ein unreiner Komplex, der vor allem als Nicht-Stadt definiert wird, weil die Stadt seine Natur verbraucht und zerstört. Es tun sich die Grenzen der Belastbarkeit ländlicher Räume auf, schreibt Hoffmann-Axthelm und das Land wird Widerstand leisten, weil es eben keine Natur oder rechtliche Gegenkategorie ist, sondern ein Teil des städtischen Bedarfszusammenhangs ist.

Urbanisierung und urbane Gesellschaft – Henri Lefebvres Thesen zur Aufhebung des Stadt-Land-Gegensatzes. in: ARCH+ no. 228 Der neue Rurbanismus Christian Schmid 2017

Wie sind »Stadt« und »Raum« gesellschaftstheoretisch zu begreifen? Die neuen raum-zeitlichen Konfigurationen,die unsere Welt bestimmen, erfordern auch neue Konzeptionen der Stadt und des Raumes, die den aktuellen gesellschaftlichen Bedingungen entsprechen.

In der Architekturfachzeitschrift Arch+ zum Thema „The new Rurbanism“ wird im Frühjahr 2017 ein Artikel von Christian Schmid veröffentlicht, der eine gekürzte Zusammenstellung einer seiner Publikationen ist. Er stellt darin die Thesen des Soziologen und Philosophen Henri Lefebvre (1901-1991) zur Aufhebung des Stadt-Land Gegensatzes vor, die laut Schmid auch heute noch große Relevanz haben und Gültigkeit besitzen. So entstünden durch die Globalisierung neue Geografien auf allen Ebenen, alltägliche Orientierungsraster lösen sich auf und Lebensbedingungen werden erschüttert. Neue raum-zeitliche Konfigurationen erforderten neue Konzeptionen der Stadt und des Raumes. Dafür können Lefebvres Theorien ein wichtiges Werkzeug sein. Er vertritt die These, dass das es ein raum-zeitliches Kontinuum der Urbanisierung gibt, das seit der Entstehung moderner Gesellschaften voranschreitet. Damit erklärt er die Krise der Stadt, die auch die Krise der Landwirtschaft mit sich bringt. In einer vollständig urbanisierten Welt gäbe es schließlich kein Stadt und Land mehr, sondern nur noch unterschiedliche urbane Konfigurationen.

Er beruft sich auf Marx und Engels, die dem Gegensatz von Stadt und Land die entscheidende historische Rolle bei der Entwicklung des Kapitalismus sehen. So sei die Stadt der Raum für geistige Arbeit und Kapital während das Land für materielle Arbeit und Grundeigentum stehe.

Lefebvre stellt fest, dass die Industrialisierung der landwirtschaftlichen Produktion in den ländlichen Gebieten Autonomieverlust und grundlegende Transformation bedeutet. Kleinstrukturiertes Gewerbe, Handwerk, kleine Zentren und das Dorf als Gemeinschaft gehen verloren. Das Land werde durch die expandierenden Städte überfallen, zersetzt und aufgelöst. Ein urbanes System aus Werten überzieht die Gesellschaft: Urbane Vergnügen und Kleidung, die schnelle Adaption von Moden und Rationalität. Zwischen dem urbanen Gewebe bleiben Inseln der Ruralität: Weiler, Dürfer und Regionen, die stagnieren, verfallen oder der Natur vorbehalten bleiben.

Lefebvre beschreibt die Raum-Zeit-Achse der Urbanisierung auf denen die politische Stadt der Antike, die Handelsstadt des späten Mittelalters und die Industriestadt der Zeit der Industrialisierung liegen und mit steigendem Urbanisierungsgrad auf die vollständige Urbanisierung und die Aufhebung von Stadt und Land weisen. Dies kann laut Lefebvre keine kompromisshafte Synthese sein sondern führt zu einer völligen Neukonstruktion, die in der urbanen Gesellschaft mündet. Während die Stadt nur eine historische Konfuiguration sei, sei die Urbanisierung ein totales Phänomen, das die gesamte Gesellschaft erfasse.

Die Industrialisierung hat die Gesellschaft quantitative transformiert, Bedingungen und Mittel geliefert, die Urbanisierung steuert nun die qualitative Transformation bei, indem sie Orientierung und Sinn bietet. Das ökonomischen Wachstum der Industrialisierung wird zunehmend durch die mit der Urbanisierung einhergehenden sozialen Entwicklungen dominiert. Die Langeweile eines programmierten Alltags sei das zentrale Problem einer urbanisierten Gesellschaft. Schmid schreibt aber auch, dass Lefebvre neben all der Kritik am Urbanisierungsprozess auch Qualitäten udn Möglichkeiten darin sieht. Das Urbane sei ein Potenzial.

Ein Projekt von:

Laura Heym

 

Anregungen, Fragen und Kommentare an:

hallo@zukunfthinterland.de 

Umsetzung im Rahmen einer Masterarbeit

an der Freien Universität Bozen / Italien.

 

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hinter–land 2018